Drachen-Frühlingserwachen

24. März 2009

Entspannte Drachenpilotin

Entspannte Drachenpilotin

Ein langer schneereicher Winter geht seinem Ende entgegen. Voll gepackt mit jeder Menge Action und Power im Kiteski-Bereich, hatte der Winterspeck bei uns keine Chance. Was jedoch in den Wintermonaten eindeutig zu kurz kam, ist das entspannte “einfach mal nur so da sitzen” und dem Drachen am Himmel zusehen.

So können wir die ersten warmen Tage auf der Drachenwiese kaum erwarten! Pack die Drachen, Picknick-Decke, die Kinder, Oma und Opa und – wenn vorhanden – den Hund ein und nix wie raus.

Durch die unglaublich vielen Facetten im Märchenland der 1001 Drachen, findet so ziemlich jeder genau das passende.

Will man Action bzw. ist eher man sportlich ambitioniert, bietet die reiche Auswahl an Lenkdrachen, sowohl 2- oder 4-Leiner, für jeden Geschmack und Windverhältnisse etwas. Pures Kräftemessen mit dem Wind, Fortbewegung und Abheben ist mit der Palette der erhältlichen Traction- und Powerkites möglich.

Einleiner Triad von Prism

Einleiner Triad von Prism

Speziell im sog. Einleinerdrachen-Segment sind der Fantasie, Form und Farbe keinerlei Grenzen gesetzt. Egal ob für die Kids den klassischen Drachen in Rautenform (Eddy) oder für die großen “Kinder” wahre Kunstwerke in dreidimensionaler Bauweise, große Flachdrachen oder bis ins Detail gestylte Kunstdrachen. Von farbenfrohem “Flickerlteppich” bis elegantem Designerstück – grundsätzlich gilt: Es gibt nichts was es nicht gibt, nur fliegen sollte es können!

So mancher der am Anfang die fertigen Drachen noch käuflich erwarb, lässt irgendwann seiner baumeisterlichen Kreativität freien Lauf. Auch dafür sind ausreichend Baumaterialien von einfach bis Hightech auf dem Markt erhältlich. So mutierte schon so mancher Familienvater zum hochkreativen Künstler. Die Ehefrau, ihrer Nähmaschine beraubt, entdeckt bei ihrem Gatten nie gekannte Fähigkeiten im handwerklichen Anfertigen von geschlossener Kapnaht, Segelmachernaht und Zickzackstich.

Götz & Martin (einhändig fliegend)

Götz (in Aktion) & Martin (einhändig fliegend)

Das Allerschönsten aber an dem Thema Drachen ist die gemeinsam verbrachte Zeit mit der Familie und/oder Gleichgesinnten draussen auf der Drachenwiese und den Drachenfesten. Ausgestattet mit allem was man für ein paar schöne gemeinsame Stunden braucht, hält das Familienoberhaupt gerne ein “Fachgespräch” mit anderen Drachenvirusinfizierten, Opa gibt mit dem Drachen der Enkel alles und saust wie ein Jungbrunnen über die Wiese, die Enkel schreiend und lachend hinterher. Oma schneidet derweil den Apfelkuchen an und Mutti entspannt im mitgebrachten Campingstuhl. Und sogar der Hund hat seinen Spaß nebst Auslauf beim Drachen- oder Mäusejagen auf der Wiese.

Selbst nach 15 Jahren im Reich der Drachen ist es für mich immer noch ein “Gänsehautgefühl” einen Himmel voller Drachen zu sehen und im wahrsten Sinne des Wortes zu “erleben”. Diese Freiheit und trotzdem mit der Erde verbunden sein, die Leichtigkeit und Kraft zugleich, Seelenflug und alles scheint möglich, die Gemeinschaft oder nur mein Drachen und ich.

Da bin ich mir dann sicher… die Götter müssen die ersten Drachen erschaffen haben mit der Botschaft:

Fliegt hoch, seid Freunde!

Text: Claudia Schob

Ein Baumeister namens Baumeister

30. Januar 2009

Ein Baumeister namens Baumeister

Selten ist der Name so Programm: Rudi Baumeister von Berufs wegen Baumpfleger (also auch hier im wahrsten Sinne des Wortes ein “BauMeister”), kaum zurück aus den Schwindel erregenden Höhen der Baumkronen widmet er sich sogleich einer anderen Art der Höhenflüge, der des Drachenbauens.

Doch wie kam es dazu?
Eine eher wohl klassische Infizierung mit dem Drachenvirus erfolgte im Sommerurlaub 1994 an der französischen Atlantikküste. Erst waren es die Lenkdrachen, doch bereits 1996 erfolgte der Umstieg auf die sog. Einleiner.

Der erste Einleiner in Rudís Drachentasche war jedoch noch nicht selbst erschaffen, sondern ein von Martin Schob angefertigtes großes Delta mit eindeutiger Botschaft: Peace! Und weil sich so ein Einleiner allein doch sehr einsam fühlt, wurden noch andere Modelle verschiedenster Art käuflich erworben. Von eigener Baumeisterkunst jedoch noch keine Spur.

Und wie kam es dann doch dazu?

(mehr…)